| Kommentar |
Mit der Erschütterung durch die 'Urkatastrophe' des 20. Jahrhunderts, den Ersten Weltkrieg, waren gesellschaftlich radikale Veränderungen verbunden. Die bereits im Vorfeld des Krieges spürbaren Verschiebungen im Zusammenhang mit veränderten Rollenvorstellungen und -erwartungen, einer gewissen Tendenz zur 'Juvenalisierung' und nicht zuletzt mit einer veränderten Auffassung von Weiblichkeit lassen sich insbesondere im Feld der Literatur, aber auch anderer artifizieller Bereiche wie bildender und darstellender Kunst Verwerfungen fassen, die unter anderen Vorzeichen in den autoritären und diktatorischen Regimes der dreißiger und vierziger Jahre und dann seit der 'Revolution' der 68er auftraten. Gemeinsame Komponente war das Öffentlichwerden von zuvor privaten Bereichen - sei es zur Befreiung des Ich, der Gruppe oder beider
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| Literatur |
Flügel, Oliver et.al.: Die Rückkehr des Politischen, Darmstadt 2004
Jackson, Gabriel: Zivilisation und Barbarei, Frankfurt 1999
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