| Kommentar |
Aus heutiger Sicht womöglich nicht sehr 'aufregend' war gerade die Phase seit der hochmittelalterlichen Scholastik bis zum Humanismus, der überdies durch die konfessionellen Umwälzungen gekennzeichnet erscheint, eine Zeit, in der - deutlich vor der Aufklärung des 18. Jahrhunderts - immer wieder intellektuelle Erkenntnisse im Zusammenhang oder auch Kontrafaktur zum 'reinen' Glauben gebracht wurden. Steht in den scholastischen Texten und Traditionen in erster Linie der intellektuelle Weg zu Gott im Zentrum, ist es im Humanismus und bedingt auch in den reformatorischen Texten der Mensch, der in den Fokus des Interesses rückte. Diese Positionen sowie die Frage, inwieweit die Mystik des späten Mittelalters als 'antiintellektuelle Bewegung anzusehen ist, sollen diskutiert werden. |
| Literatur |
De Crescento, Luciano: Kleine Geschichte der mittelalterlichen Philosophie, München 2002
Koch, Hans-Albrecht: Die Universität, Darmstadt 2008
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