| Kommentar |
Die Wortbildung stellt einen Teilbereich der Grammatik dar. Sie befasst sich mit der Untersuchung und Beschreibung der Verfahren, durch die neue Wörter auf der Grundlage des vorhandenen Wortschatzes gebildet werden. Auf der formalen Seite wird die Wortbildung mit der Phonologie, Morphologie und Syntax verknüpft. Auf der inhaltlichen Seite hängt die Wortbildung mit der Semantik, Lexikologie und Pragmatik zusammen. Also ist die Wortbildung ein interdisziplinäres Phänomen, das zwischen Lexikon und Grammatik angesiedelt ist. Zu den Arten der Wortbildung gehören die Derivation (Ableitung, z. B. Heiterkeit), die Komposition (Zusammensetzung, z. B. Fallschirmspringbenutzungsanweisung) und die Konversion (grammatische Umsetzung, z. B. Laufen). Der Kurs gibt einen Überblick über die Prozesse und Regelmäßigkeiten der Wortbildung aus der sprachübergreifenden Perspektive. |
| Literatur |
Literatur (Auswahl):
Lieber, Rochelle, Pavol Štekauer (eds.). 2009. The Oxford Handbook of Compounding. Oxford University Press.
Müller, Peter O., Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer (eds). 2015–2016. Word-formation. An International Handbook of the Languages of Europe, vol. 40.1–5. Berlin: De Gruyter Mouton.
Štekauer, Pavol, Salvador Valera, Lívia Körtvélyessy (eds.). 2012. Word-Formation in the World’s Languages. A Typological Survey. Cambridge University Press. |